Die stille Durstkrise: Warum der Wassernapf Ihrer Katze nicht ausreicht
Sie füllen ihren Napf jeden Tag, aber haben Sie Ihre Katze schon einmal wirklich trinken sehen? Anders als Hunde, die gerne Wasser schlecken, sind Katzen heimliche Trinker – oder manchmal trinken sie einfach nicht genug.
Katzen stammen von Vorfahren ab, die in der Wüste lebten, weshalb sie darauf eingestellt sind, den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs aus Beute zu decken (Peterson, 2012). Da moderne Katzen jedoch Trockenfutter fressen, leben viele in einem Zustand leichter Flüssigkeitsmangels, ohne dass ihre Besitzer es bemerken.
Unbehandelt kann chronischer Flüssigkeitsmangel zu Harnwegsinfektionen, Nierenerkrankungen und Blasensteinen führen (Buffington et al., 2014). Wie erkennen Sie also, ob Ihre Katze genug trinkt? Und was können Sie tun, um zu helfen?
Wie viel Wasser braucht Ihre Katze wirklich?
Eine Faustregel? Katzen benötigen 50–65 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht täglich (National Research Council, 2006). Da die meisten Katzen jedoch nicht wie Hunde aus einem Napf trinken, bleibt ihre Aufnahme oft zu gering.
Anzeichen, dass Ihre Katze nicht genug trinkt
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Trockene, klebrige Zahnfleischpartien (heben Sie die Lefze an – das Zahnfleisch sollte glatt, nicht klebrig sein)
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Verlust der Hautelastizität (kneifen Sie sanft in die Nackenfalte – wenn die Haut nicht schnell zurückspringt, könnte sie dehydriert sein)
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Konzentrierter, stark riechender Urin (gesunder Urin sollte hellgelb sein)
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Antriebslosigkeit oder verminderter Appetit
5 tierärztlich empfohlene Wege, Ihre Katze zum Trinken zu bewegen
1. Wechseln Sie zu Nassfutter
Nassfutter besteht zu 70–80 % aus Wasser, während Trockenfutter nur 10 % enthält (Zoran, 2002). Schon ein wenig Wasser im Futter kann die Flüssigkeitsaufnahme erhöhen.
2. Probieren Sie einen Katzenbrunnen
Katzen bevorzugen fließendes Wasser – das ist instinktiv. Ein Brunnen kann zum Trinken anregen (auch wenn manche Katzen immer noch lieber aus Ihrem Glas trinken… natürlich).
3. Stellen Sie mehrere Wassernäpfe im Haus auf
Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Ihre Katze aus Ihrem Becher trinkt, aber ihren Napf ignoriert? Stellen Sie Edelstahl- oder Keramiknäpfe (Kunststoff kann Bakterien beherbergen) an ruhigen, sicheren Orten auf.
4. Würzen Sie das Wasser (sicher!)
Ein Spritzer natürliche Hühnerbrühe ohne Salz (keine Zwiebeln oder Knoblauch!) oder Thunfssaft kann wählerische Trinker locken.
5. Beobachten Sie die Trinkmenge
Notieren Sie, wie viel Ihre Katze täglich trinkt. Bei Bedenken kann Ihr Tierarzt Blutuntersuchungen oder eine Urinprobe durchführen, um die Nierenfunktion zu prüfen.
Abschließender Gedanke: Kleine Veränderungen, große Wirkung
Katzen sind Meister darin, Unwohlsein zu verbergen, daher sind vorsorgliche Trinkgewohnheiten wichtig. Ein einfacher Wechsel zu Nassfutter, ein neuer Trinkbrunnen oder sogar ein zusätzlicher Napf an ihrem Lieblingsplatz können einen großen Unterschied machen.
Quellen
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Buffington, C. A. T., et al. (2014). Feline Erkrankungen der unteren Harnwege. Journal of Feline Medicine and Surgery, 16(7), 712-722.
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National Research Council. (2006). Nährstoffbedarf von Hunden und Katzen. National Academies Press.
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Peterson, M. E. (2012). Die evolutionäre Biologie der Hauskatze. Journal of Feline Medicine and Surgery, 14(5), 312-315.
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Zoran, D. L. (2002). Die Verbindung des Fleischfressers zur Ernährung bei Katzen. Journal of the American Veterinary Medical Association, 221(11), 1559-1567.

